Geschichte

Gründung der Münchner Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit

Die Geschichte der deutschen „Gesellschaften für christlich-jüdische Zusammenarbeit“ ist eng mit der Situation unmittelbar nach Kriegsende und der Entstehung der Bundesrepublik verknüpft. Am 9. Juli 1948 wurde in München die erste deutsche Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit gegründet. Angeregt wurde die Gründung durch einen Besuch Dr. Everett R. Clinchys, Präsident des „International Council of Christians and Jews“ und Sterling W. Browns als Vertreter der amerikanischen Militärregierung im Oktober 1947 bei Oberbürgermeister Karl Scharnagl in München. Das kurz zuvor ins Leben gerufene „Komitee zur Bekämpfung des Antisemitismus“, dem u.a. Stadtschulrat Dr. Anton Fingerle angehört hatte, ging in der Münchner Gesellschaft auf. Den ersten Vorstand bildeten Oberbürgermeister Karl Scharnagl (katholisch), Universitätsprofessor Dr. Ernst Lichtenstein (evangelisch) und der Arzt Dr. Julius Spanier (jüdisch).

Quelle:

reden, lernen, erinnern: 50 Jahre Gesellschaft fürchristlich-jüdische Zusammenarbeit e.V. München (erhältlich in der Geschäftsstelle)