Anlässlich seines 83. Todestags erinnern wir an Josef Halmos, der am 11.11.1943 in Auschwitz ermordet wurde, mit einer Lesung aus seinen Briefen und Tagebüchern.
Josef Halmos (1876-1943) entstammte einer jüdisch-ungarischen Familie und emigrierte schon in jungen Jahren nach Deutschland. In München war er seit 1905 aktives Mitglied in der damals noch jungen Baptistengemeinde. In den 1930er Jahren wurde er zunehmend aus seiner Freikirche ausgegrenzt und schließlich ausgeschlossen. Dennoch blieb er bis zu seinem Tod ein tiefgläubiger Mensch, dem seine Gottesbeziehung über alles ging. Heute erinnern in München ein Eintrag in das offizielle Gedenkbuch der Stadt, eine Tafel an der Baptistengemeinde, ein Eintrag im Gang der Erinnerung in der Israelitischen Kultusgemeinde und ein Epitaph am Ostfriedhof an diesen besonderen Menschen aus München.
In der Lesung blenden wir Zitate aus den Briefen und Tagebüchern von Josef Halmos in allgemeine Informationen zur Zeitgeschichte und zum gesellschaftlichen Umfeld der damaligen Zeit.
Musik aus „Schindlers Liste“: Stefan und Lilia Shovheniuk (Klarinette, Klavier)
Referentin: Dr. Andrea Schmölder-Veit
Moderatorin: Maike Telkamp
Veranstalter: Evangelisch-freikirchliche Gemeinde München (Baptisten) in Kooperation mit der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit München Oberbayern.
Ort: Evangelisch-freikirchliche Gemeinde München (Baptisten), Holzstraße 9
Kosten: Eintritt frei
Anmeldung: info@gcjz-m.de