»Jude, Prager, Deutscher, Tscheche?« Neue Erkenntnisse zum Komponisten Hans Winterberg – Onlineveranstaltung

Gespräch und Musik im Rahmen der Woche der Brüderlichkeit

Begleitveranstaltung zur Ausstellung
Podiumsteilnehmer: Peter Kreitmeir (Murnau), Prof. Dr. Gerold Gruber (Wien)
Moderation: Prof. Dr. Andreas Otto Weber
Musik: Brigitte Helbig (am Flügel)

Die Identität des 1901 in Prag geborenen und 1991 verstorbenen Komponisten ist nicht einfach zu bestimmen. Letztendlich hätte er diese Frage wohl nur selbst beantworten können. 2017 veranstaltete das HDO ein Podiumsgespräch mit Winterbergs Enkel Peter Kreitmeir, in dem es bereits um seine vielfältigen Identitäten ging. Seitdem wurde der Nachlass wissenschaftlich untersucht. Sein Enkel bemüht sich weiter darum, die Musik seines Großvaters bekannter zu machen.
Das Gespräch soll als Fortsetzung der Veranstaltung von 2017 dienen. Die Pianistin Brigitte Helbig bringt dabei Kompositionen Winterbergs näher.
Prof. Dr. Gerold Gruber ist Universitätsprofessor am Institut der Musikwissenschaft und Interpretationsforschung der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien
Peter Kreitmeir ist Goldschmied.
Brigitte Helbig ist Stipendiatin der Stadt München. 2018 nahm sie eine Solo-CD mit Klavierwerken von Hans Winterberg auf.

Kooperationspartner: Haus des Deutschen Ostens
Veranstaltungsort: Onlineveranstaltung mit Livestream unter
https://www.youtube.com/channel/UCfcSbJn5v6OFqZF0UHNngQA
Die Veranstaltung ist auch nach dem Livestream noch im YouTube-Channel des Haus des Deutschen Ostens verfügbar.
Anmeldung: nicht erforderlich
Datum: Donnerstag, 11. März 2021
Beginn: 19.00 Uhr
Eintritt: frei

»Ein jüdisch-muslimisches Experiment im Berlin der Weimarer Republik« – Online über Zoom

Vortrag im Rahmen der Woche der Brüderlichkeit
Einsichten in Privatarchive und Fotosammlungen

Dr. Gerdien Jonker, Religionshistorikerin, Erlanger Zentrum für Islam und Recht in Europa, Universität Erlangen

In den 1920er Jahren wuchs in Berlin ein Netzwerk zwischen Juden und Muslimen heran. Jüdische Studenten trafen auf Studierende aus der muslimischen Welt. Es entwickelten sich gegenseitige Freundschaften, in denen es meist nicht um Religion, sondern eher um Lebensreformen und sexuelle Identität ging. Anhand von Fotosammlungen aus Privatarchiven wird dieses Netzwerk vorgestellt. Welche Faktoren ermöglichten es?

Kooperationspartner: Evangelische Stadtakademie München, Jüdisches Museum München, Jüdisch-muslimischer Stammtisch, Liberale Jüdische Gemeinde München Beth Shalom, Chaverim e.V., Münchner Forum für Islam, FB Dialog der Religionen im Erzbischöflichen Ordinariat München
Anmeldung: Evang. Stadtakademie 
Datum: Mittwoch, 10. März 2021
Uhrzeit: 19.00 Uhr
Eintritt: frei

Auf Wiedersehen, Kinder! Ernst Papanek, Revolutionär, Reformpädagoge und Retter jüdischer Kinder

Buchpräsentation und Vortrag mit Lilly Maier
im Rahmen der Woche der Brüderlichkeit

Die Historikerin und Publizistin Lilly Maier setzt dem nahezu vergessenen Wiener Sozialdemokraten und Pädagogen Ernst Papanek (1900-1973) mit ihrer Biographie ein längst überfälliges Denkmal. 1934 knapp ins französische Exil entkommen, baute er binnen kürzester Zeit ein pädagogisches System in der Nähe von Paris auf, das auch jüdischen Flüchtlingskindern aus Deutschland und Österreich zu Gute kommt. Er konnte die Kinder in die USA holen. In New York war er tätig als Sozialarbeiter, leitete zehn Jahre eine Schule für straffällige Jugendliche und war von 1959 bis 1971 Professor für Pädagogik am Queens College, City University of New York.


Kooperationspartner: Kulturzentrum der Israelitischen Kultus-gemeinde München und Oberbayern
Einwahldaten: www.ikg-live.de; Benutzername: ikg, Passwort: live. Details und Updates unter www.ikg-m.de/kulturzentrum
Datum: Dienstag, 9. März 2021
Beginn: 19.00 Uhr

Woche der Brüderlichkeit Festliche Eröffnungsveranstaltung

Onlineübertragung aus dem Saal des Alten Rathauses München
mit Grußworten von Staatsminister Dr. Florian Herrmann und Bürgermeisterin Verena Dietl
Festvortrag von Prof. Dr. Mirjam Zadoff, Direktorin des NS-Dokumentationszentrums München

Einwahldaten:
Zoom-Meeting beitreten unter folgendem Link
https://zoom.us/j/91914372852?pwd=cHpWeittM1pkTE41elk5MW1TZWdOUT09


Datum: Sonntag, 7. März 2021 
Beginn: 16.30 Uhr
Eintritt: frei

»Jüdinnen in der Moderne« – entfällt leider

Vortrag im Rahmen der Woche der Brüderlichkeit
Vortrag von Viola Roggenkamp ergänzt mit Portraits von Marlis Glaser

Jede der Protagonistinnen wurde für die jüdische Gemeinschaft ihrer Zeit zur Wegbereiterin in die Moderne:
Regina Jonas auf ihrem Weg zur Ordination als erste Rabbinerin im Streit mit allen. Bertha Pappenheim, jüdisch-orthodoxe Feministin, Begründerin der jüdischen Sozialarbeit und des jüdischen Frauenbundes. Hedwig Dohm, gesellschaftspolitische Essayistin, stritt mit Pastoren und Antifeministen.
Viola Roggenkamp, geb. 1948 stammt aus einer deutsch-jüdischen Familie. Die Schriftstellerin und Essayistin ist langjährige freie Autorin der Zeit

Kooperationspartner: Liberale Jüdische Gemeinde München Beth Shalom, Jüdisches Museum München, Chaverim – Freundeskreis zur Unterstützung des liberalen Judentums in München, Evang. Stadtakademie München, Fachbereich Dialog der Religionen im Erzbischöflichen Ordinariat München.
Online via Webex Events
Anmeldung: entfällt leider

Datum: Sonntag, 7. März 2021
Eintritt: frei