Reginas Erbinnen – Rabbinerinnen in Deutschland

Woche der Brüderlichkeit 2022 »Fair Play: Jeder Mensch zählt«

Hybrid-Veranstaltung

Die Berlinerin Regina Jonas war die erste Rabbinerin der Welt, sie wurde in Auschwitz ermordet. Es dauerte Jahrzehnte, bis in jüdischen Gemeinden in Deutschland wieder eine weibliche Geistliche wirkte. Mittlerweile sind es mehr als 20 amtierende oder ehemalige Rabbinerinnen. Antje Yael Deusel stellt die Geschichte der Rabbinerinnen in Deutschland vor und gibt einen Einblick in ihre Gemeindearbeit.

Referentin: Rabbinerin Dr. Antje Yael Deusel
Kooperationspartner: Evangelische Stadtakademie München, Liberale jüdische Gemeinde München Beth Shalom, FB Dialog der Religionen im Erzbischöflichen Ordinariat München

Datum: Dienstag, 8. März 2022
Uhrzeit: 19.00 Uhr
Veranstaltungsort: Evangelische Stadtakademie München, Herzog-Wilhelm-Str.24 (S 1-8; U 2, Sendlinger Tor)
Eintritt: Präsenz-Ticket: € 9,00 / Stream-Ticket: € 9,00.

Anmeldung: Evangelische Stadtakademie München

Wie hättet ihr uns denn gerne? Ein Briefwechsel zur deutschen Realität

Woche der Brüderlichkeit 2022 »Fair Play: Jeder Mensch zählt«

Online-Buchpräsentation und moderiertes Gespräch

Die Journalistin Özlem Topҫu und ihr Kollege Richard Chaim Schneider sind neben vielem anderen auch zwei Deutsche – das ist für viele immer noch nicht selbstverständlich. Ein Jahr lang blickten sie auf Deutschland und seine Debatten. Aus ihrem Briefwechsel ist ein spannendes Buch entstanden, ein Diskurs über Mehrheitsgesellschaft und Minderheit, in der man dazugehört und gleichzeitig doch in anderen unterschiedlichen Kulturen beheimatet sein kann.
Özlem Topꞔu, 1977 in Flensburg als Tochter türkischer „Gastarbeiter“ geboren, arbeitete nach dem Studium erst für DIE ZEIT und nun den SPIEGEL. Richard C. Schneider, 1957 in München als Sohn ungarisch-jüdischer Schoah-Überlebender geboren, war 2006-2015 ARD-Studioleiter in Tel Aviv, dann in Rom; seit 2017 Editor-at-Large beim BR/ARD in Tel Aviv.

Moderation: Niels Beintker
Kooperationspartner: Kulturzentrum der Israelitischen Kultusge-meinde München und Obb. und Verlagsgruppe Droemer Knaur

Datum: Montag, 7. März 2022
Uhrzeit: 19.00 Uhr
Teilnahme: kostenlos
Anmeldung: bis 5. März über das Kulturzentrum der IKG unter karten@ikg-m.de , um den Zoom-Link zu erhalten

Festliche Eröffnung der Woche der Brüderlichkeit

Woche der Brüderlichkeit 2022 »Fair Play: Jeder Mensch zählt«

Festliche Eröffnungsveranstaltung am 6. März 2022 im Saal des Alten Rathauses München













Grußworte zur Eröffnung von Katrin Haberschaden, Bürgermeisterin der Stadt München
und Dr. Florian Herrmann, MdL, Bayerischer Staatsminister für Bundes- und Europaangelegenheiten und Medien



Festvortrag von Dr. Ludwig Spaenle, Beauftragter der Bayerischen Staatsregierung für jüdisches Leben und gegen Antisemitismus, für Erinnerungsarbeit und geschichtliches Erbe
















Vorstand Reiner Schübel, Dr. Ludwig Spaenle, Dr. Florian Herrmann, Vorstand Dr. Andreas Renz

Trio Mystérieus



Festsaal im Alten Rathaus München

Alle Bilder: GcjZ

Friedrich Pollock – Ein Meilenstein der deutsch-jüdischen Geistesgeschichte – entfällt!

Entfällt wegen Krankheit

Referent:
Dr. Philipp Lenhard, Akademischer Rat a.Z. der Ludwig-Maximilians-Universität München, Projektleiter „Friedrich Pollock: Gesammelte Schriften in sechs Bänden“ und Autor von „Friedrich Pollock. Die graue Eminenz der Frankfurter Schule“.

Ein Fabrikantensohn, der das Privateigentum abschaffen wollte; ein Jude der vom Judentum nichts wissen wollte, ein Professor, der wenig publizierte, ein Ökonom der sich an der Börse verzockte, ein Kommunist der den Marxismus für anachronistisch hielt und schließlich ein kritischer Intellektueller. Wer sich mit der politischen Kultur der Weimarer Republik, der Entstehung der „Kritischen Theorie“ und der deutsch-jüdischen Emigration in die USA auseinandersetzt, kommt an Friedrich Pollock nicht vorbei. Der Weggefährte Max Horkheimers und Gründer des Frankfurter Instituts für Sozialforschung spielt als bedeutender Vertreter der Kritischen Theorie eine tragende Rolle in der deutsch-jüdischen Geistesgeschichte.

Kooperationspartner: Evangelische Stadtakademie München, Fachbereich Dialog der Religionen im Erzbischöflichen Ordinariat München, Liberale Jüdische Gemeinde München Beth Shalom, Chaverim e.V., Stiftung für Spiritualität und interreligiösen Dialog.

Datum: 24. Februar 2022
Uhrzeit: 19.00 Uhr
Ort: Evangelische Stadtakademie München, Herzog-Wilhelm-Str. 24, 80331 München
Anfahrt: U2 (Richtung Messestadt-Ost) Sendlinger Tor, zu Fuß 300m.
Anmeldung: Erforderlich ausschließlich über Evangelische Stadtakademie
Eintritt: € 9,00

Zeitzeugenabend: Abba Naor „Eine Kindheit in Ghetto und Konzentrationslagern“


Zum Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus 2022

Der Abend wird moderiert von Helmut Zeller, Journalist und Mitautor der Autobiographie von Abba Naor.

1928 im litauischen Kaunas in einer jüdischen Familie zur Welt gekommen, wurde Abba Naor mit 13 Jahren zusammen mit seinen Eltern und Geschwistern im Ghetto seiner Heimatstadt interniert.“ 1944 kam er in das KZ Stutthof, später dann in die Lager Utting und Kaufering I, die zum größten Außenlagerkomplex des KZ Dachau gehörten. Den Todesmarsch der KZ-Häftlinge aus Kaufering Ende April 1945 überlebte er dank der Befreiung durch die Amerikaner, seine Mutter und zwei seiner Brüder wurden von den Nazis ermordet. Abba Naor, der heute in Israel lebt, kommt jedes Jahr nach Deutschland, um als Zeitzeuge über seine persönliche Erinnerung an die NS-Zeit zu berichten.
Abba Naor ist Träger des Bundesverdienstkreuzes und des Bayerischen Verdienstordens.


Kooperationspartner: Jüdisches Museum München, Evangelische Stadtakademie, Liberale Jüdische Gemeinde München Beth Shalom, Europäische Janusz Korczak Akademie, Domberg Akademie

Datum: Dienstag, 25. Januar 2022, 19 Uhr

Ort: Digital via Zoom sowie im Livestream via YouTube und Facebook
https://www.youtube.com/user/JuedischesMuseum

Weitere Informationen: https://www.juedisches-museum-muenchen.de/kalender/details/zeitzeugenabend-abba-naor

Eintritt: kostenlos

Suchers Leidenschaften: Szenischer Vortrag „Paul Celan”

Mit C. Bernd Sucher und Ingrid Resch anlässlich Paul Celans Geburtstag und #2021JLID
Wenige deutschsprachige Dichter haben den Schmerz der Juden nach der Shoa so eindringlich in Worte gefasst wie Paul Celan. Alles, was er geschrieben hat, die Vergangenheit bedenkend und in poetische, sehr moderne Bilder übersetzend, hat Bestand und Bedeutung für die Gegenwart, für jüdisches Leben heute in Deutschland.
Paul Celan, 1920 in Czernowitz, Rumänien (heute Ukraine), geboren, gilt zurecht als einer der bedeutendsten Dichter und Denker des 20. Jahrhunderts, denn er hat nicht allein Lyrik geschrieben, sondern sich auch in Prosa geäußert. Er war ein faszinierender Grenzgänger. Seine Werke sind von einer einzigartigen Emotionalität und zugleich sprachliche Wunder, denn nicht die Vernichtung, nicht der Tod ist sein eigentliches Thema, sondern die Sprache. Der Verfolgung entronnen, hatte er es schwer, sich im Leben zurecht zu finden. Seine Flucht 1947 über Ungarn nach Wien und später nach Paris bezeichnet einen Wendepunkt. Celan, ein jüdischer Ahasverus, der nirgendwo und mit keinem Menschen zur Ruhe kam – nicht mit seiner Geliebten, der Dichterin Ingeborg Bachmann, nicht mit seiner späteren Frau Gisèle Lestrange. Zuhause war er in der deutschen Sprache.
C. Bernd Sucher wird in seinem szenischen Vortrag zu erklären versuchen, was Celans Texte für die Gegenwart und einen
respektvollen Umgang von Juden und Nichtjuden in Deutschland zu leisten vermögen. Und wie deutsche Geistesgeschichte angenommen und weitergedacht wird in diesen poetischen Werken, was sich nicht zuletzt in Celans Beschäftigung mit dem Werk Heideggers niederschlägt und in seinem (gestörten) Verhältnis zur Gruppe 47. Der Tod ist Zentrum des Celanschen Oeuvres. Er wählte ihn, nachdem ihm das Leben zu einer unerträglichen Last geworden war.
Prof. Dr. C. Bernd Sucher studierte in Hamburg, Ann Arbor und München Germanistik, Theaterwissenschaft und Romanistik. Von 1980 bis 2003 war er verantwortlicher Redakteur für das Sprechtheater bei der Süddeutschen Zeitung, danach bis 2007 Exklusiv-Autor dieser Zeitung, daneben Autor bei Die Zeit. Er unterrichtete unter anderem am Moskauer Gitis-Institut und an der Deutschen Journalistenschule. Seit 1996 ist er Professor an der Hochschule für Fernsehen und Film in München (HFF) und leitet an der Theaterakademie den Ergänzungsstudiengang Theater-, Film- und Fernsehkritik.
Ingrid Resch, geb. in Berlin, wuchs in Tirol und ab 1946 in Gräfelfing auf, besuchte dort das Realgymnasium. Nach dem Abitur und einigen Semestern Theaterwissenschaft, absolvierte sie ihre Ausbildung an der Falckenbergschule, es folgten Engagements in Darmstadt, Kammerspiele München, Frankfurt a. M. und Freiburg, ferner Gastspiele in Hamburg, Augsburg, Zürich und Bern. Sie spielte in vielen Fernsehspielen, drehte Spielfilme unter der Regie von Bernhard
Wicki und Peter Zadek, arbeitete als Sprecherin und in Hörspielen am Rundfunk, vor allem in Frankfurt, Bremen, Stuttgart und Baden-Baden. Sie unterrichtete Atmen, Sprechen und Bewegung und macht seit vielen Jahren Literarische Lesungen.

Datum: Dienstag, 23. November 2021, 19 Uhr

Ort: Jüdisches Museum München, St.-Jakobs-Platz 16, 80331 München

Veranstalter: Liberale jüdische Gemeinde München Beth Shalom in Kooperation mit Chaverim – Freundeskreis zur Unterstützung des liberalen Judentums in München, der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit München, dem Jüdischen Museum München und #2021JLID

Eintritt: 8 EUR

Anmeldung: Beth Shalom https://eveeno.com/Sucher_Resch_Beth_Shalom_2021